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Duftstoff des Monats: Maiglöckchen

Wenn wir die kleinen weißen Blüten des Maiglöckchens zum ersten Mal im Jahr sehen, wissen wir: Der Frühling ist da! Als Bestandteil vieler Parfüms und Kosmetikprodukte sorgt der unverkennbare Maiglöckchenduft das ganze Jahr über für Frühlingsgefühle.
Convallaria majalis – so lautet der wohlklingende botanische Name des Maiglöckchens. Er bezieht sich nicht nur auf den Blütemonat Mai (majalis), sondern auch auf den Ort, an dem Maiglöckchen mit Vorliebe wachsen: in den Tälern (convallaria). Im Volksmund ist die Pflanze auch unter den Namen Mairöschen, Maischelle und Maiblume bekannt.

Die Heimat des Maiglöckchens

Maiglöckchen wachsen in ganz Europa, aber auch in Nordamerika und in Teilen Asiens. Vor allem in lichten Laubwäldern mit humusreichem Boden fühlt sich die Pflanze wohl. Aber auch in Gärten wird das Maiglöckchen seit mehreren hundert Jahren kultiviert. Besonders gut gedeiht es an halbschattigen Plätzchen.

In der Dosis liegt das Gift

Wie viele andere Pflanzen auch, enthält das Maiglöckchen Substanzen, die je nach Dosierung heilsam oder giftig auf den Menschen wirken können. Diese Inhaltsstoffe heißen Glycoside und Stereoidsaponine. Glycoside kommen auch in Fingerhut vor und können starke Vergiftungen verursachen. Stereoidsaponine führen in hoher Dosierung zu Übelkeit und Erbrechen. Fein dosiert werden diese Stoffe in der Homöopathie jedoch als Heilmittel eingesetzt: Sie lindern unter anderem nervöse Herzbeschwerden.

Der unwiderstehliche Duft der Glöckchen

Dem frühlingshaften Duft des Maiglöckchens wird nachgesagt, dass er für Heiterkeit und Gelassenheit sorgt und sogar betörende Wirkung hat. Das haben deutsche und amerikanische Wissenschaftler 2003 sogar mit einer Studie an Spermazellen belegen können: Der Duft von Maiglöckchen bewirkte, dass die Spermien schneller schwammen und sich gezielt auf die Duftquelle zubewegten.

Maiglöckchen in der Parfümherstellung

Gewonnen wird der süße Duft des Maiglöckchens aus den ätherischen Ölen der kleinen glockenförmigen Blüten. Für die Parfümherstellung wird das Öl aus den Blüten herausgepresst und anschließend destilliert. Allerdings verwendet die Parfüm- und Kosmetikindustrie heute überwiegend synthetisch hergestelltes Maiglöckchenaroma.

In Mode kam der Duft der Frühlingsblume erstmals um die Jahrhundertwende zum 19. Jahrhundert. Und auch heute noch zählt Maiglöckchen zu den beliebtesten Duftnoten. Es bildet die blumige Herznote vieler Frauendüfte wie beispielsweise in bruno banani MAGIC WOMAN und Mexx Woman.

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