"Wer die Gerüche beherrschte, der beherrschte die Herzen der Menschen“, glaubt Jean-Baptiste Grenouille, Protagonist des Weltbestsellers "Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders“ von Patrick Süskind, dessen Verfilmung rundum gelungen ist.
Das Buch
Unter menschenunwürdigen Verhältnissen erblickt Jean-Baptiste Grenouille 1738 auf einem Pariser Fischmarkt das Licht der Welt. Er wächst als Waise heran und bemerkt schnell, dass er über einen ausgeprägten Geruchssinn verfügt. Nach seinen nahezu mörderischen Erfahrungen in einer Gerberei führt ihn sein Weg zu Parfumeur Guiseppe Baldini, bei dem er in die Lehre geht.
Besessen von der Idee, das perfekte Parfum zu kreieren, geht Grenouille buchstäblich über Leichen: Mal ist es der betörende Duft eines Mirabellen-Mädchens, mal der geheimnisvolle Geruch einer Prostituierten - 25 Jungfrauen müssen ihr Leben lassen, um Grenouilles Parfum zu perfektionieren. Aber noch ein Duft fehlt, um sein Parfum wirklich perfekt zu machen.
In Grasse schließlich, der Hauptstadt des Parfums, begegnet Grenouille seinem Schicksal: der jungen Kaufmannstochter Laura, die für Grenouille einen geradezu übersinnlichen Duft verströmt …
Der Film
Den Regisseuren Bernd Eichinger ("Der Untergang“, "Das Geisterhaus“) und Tom Tykwer ("Lola rennt“ und "Heaven“) ist es gelungen, die Welt der Düfte auf die Leinwand zu bringen. Mit allen Sinnen können die Zuschauer eintauchen in die duftgewaltige Welt des Jean-Baptiste Grenouille, abtauchen in die seelischen Abgründe des besessenen Parfumeurs.
Als echter Glücksgriff erweist sich die Besetzung der Rollen, die keine Wünsche offen lässt:
Von Dustin Hofman als Parfumeur Baldini über Corinna Harfouch als Madame Arnulfi, seine Lehrerin in Grasse und Rachel Hurd-Wood als die schöne Laura.
Ben Whishaw wird seiner Rolle als Grenouille ganz und gar gerecht: Grenouille, der durch seine eigene Geruchslosigkeit nie Sympathien gewinnen konnte, gelingt es, mit seinem Parfum die Menschen zu beherrschen – aber ihre Liebe bleibt ihm trotz aller Anstrengungen verwehrt. Er bleibt bis zum Schluss auf der Distanz, die die anderen zu ihm halten, bis er selbst den Anstoß zur Erfüllung seines tragischen Schicksals gibt.
Fazit: Unbedingt anschauen!