Wie finde ich den richtigen Duft für mich? Wie lagere ich ein Parfum richtig? Warum duftet mein Parfum bei meiner Freundin anders? Hier finden Sie die FAQs der Düfte!
Wie findet man das richtige Parfum?
Durch Ausprobieren. Wer ein Parfum wirklich beurteilen will, muss eine Weile mit ihm gelebt haben. Erst dann weiß man, in welcher Konzentration man es mag, zu welcher Tageszeit und zu welchen Gelegenheiten. Es lohnt sich, Stammkunde in einer Parfümerie zu sein, dann nämlich sind die Verkäuferinnen großzügiger mit Proben. Zum Probieren empfiehlt sich eine geringere Konzentration Duftwasser, wie etwa das Eau de Toilette.
Warum duftet ein Parfum in der Parfümerie anders als zu Hause?
Bis ein Duft seinen typischen Charakter entfaltet hat, vergeht eine gewisse Zeit. Außerdem ist jeder Duft von der Umgebung abhängig, in der er wahrgenommen wird – und jede Parfümerie ist voller Duft. Darüber hinaus spielen auch Temperaturunterschiede und die Luftfeuchtigkeit eine große Rolle.
Stimmt es, dass ein Parfum bei jeder Person anders riecht?
Ja. Jeder Mensch hat einen individuellen Eigengeruch. Er hängt von seiner Hautbeschaffenheit, seinen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten ab. Das Parfum, das einen bei einer anderen Person so gut gefällt, muss einem nicht unbedingt selber stehen.
Verändert sich der Duft durch stark gewürztes Essen?
Der Duft eines Parfums verändert sich nicht, es verändert sich jedoch der Geruch der Haut, da stark gewürztes Essen sich in den Hautausscheidungen bemerkbar macht. Diese Veränderung des Hautgeruchs bewirkt eine Verschiebung des Gesamteindrucks, der durch das Zusammenwirken von Parfum und dem Eigengeruch entsteht.
Wo wird Parfum am besten aufgetragen?
Da Parfum sich am besten dort entfaltet, wo die Haut warm und besonders gut durchblutet ist, empfiehlt es sich, den Duft z. B. hinter dem Ohr, an der Schläfe oder auf das innere Handgelenk aufzutragen. Frischgewaschenes Haar ist ebenfalls ein hervorragender Duftträger.
Warum sollten nicht mehrere Düfte gleichzeitig benutzt werden?
Jedes Parfum ist ein in sich harmonisches Ganzes. Durch gleichzeitiges Benutzen verschiedener Parfums entstehen Disharmonien, die den Charakter des einzelnen Duftes zerstören und sogar einen unangenehmen Gesamteindruck hervorrufen können.
Warum nimmt man sein eigenes Parfum nach einer Weile nicht mehr wahr?
Die Nase ist ein schnell ermüdendes Sinnesorgan. Durch ständiges Riechen des gleichen Duftes wird er von einem selbst nicht mehr, wohl aber von anderen wahrgenommen.
Wie viele verschiedene Düfte kann man ausprobieren, ohne "duftblind“ zu werden?
Es sollten generell nicht mehr als 3, maximal 4 Düfte nacheinander probiert werden. Da die Nase außerdem bei schweren Düften schneller ermüdet, sollte immer mit den leichteren Düften begonnen werden. Die Duftproben sollten auf möglichst weit voneinander entfernte Stellen getupft oder gesprüht werden.
Gibt es Regeln, wie man wann welches Parfum benutzt?
Ja. Weniger und dezenter ist immer angemessener. Je sachlicher der Anlass und die Umgebung, beispielsweise bei einer Konferenz, desto "leichter“, also unaufdringlicher, sollte das Parfum sein. In der warmen Jahreszeit werden instinktiv frische, spritzige, blumige Noten bevorzugt, im Winter schwerere Düfte. Eiserne Regeln im Sinne einer Duftverordnung gibt es allerdings nicht. Wie eine Frau ihre "Duft-Garderobe“ zusammenstellt, die passenden Düfte für jeweils verschiedene Stimmungen und Situationen, bleibt ihrem eigenen Geschmack überlassen.
Wirken Parfums erotisierend?

Im medizinischen Sinne – also als direkt wirkendes Aphrodisiakum – sicher nicht. Psychologisch hingegen wirken Düfte mit Sicherheit erotisierend – vor allem, wenn es sich um schwere, warme Parfums handelt.
Warum ist Parfum so teuer?
Das liegt zum einen an den Rohstoffpreisen. Blütenöle erster Qualität können sehr teuer sein. Zum anderen ist die Fabrikation von Parfum ein besonders aufwendiger Vorgang. Bevor eine neue Komposition "steht“, ist oft jahrelang daran gearbeitet worden. Aber auch ein eingeführter Duft durchläuft zahllose, komplexe Fertigungsstufen.
Aus wie vielen Substanzen besteht ein Parfum?
Es gibt keine festen Regeln. Parfums können aus 60, 70 Substanzen, aber auch aus mehreren hundert bestehen. Nach oben gibt es keine Grenzen; das bedeutet aber nicht, dass ein Parfum so besser ist, je mehr Substanzen verwendet werden.
Was versteht man unter dem Begriff "Duftablauf“?
Parfum ist ein Gemisch aus Stoffen mit unterschiedlichem Flüssigkeitsgrad. Leichtflüchtige Stoffe sind meist frische Noten, die die erste Phase des Duftablaufs, die Kopfnote, bestimmen. Stoffe mit mittlerer Verflüchtigung bilden das Bouquet, den Körper oder die Herznote des Parfums, während Stoffe mit sehr langsamer Verflüchtigung oder längerer Haftung den Fond bilden. Ein gutes Parfum ist so aufgebaut, dass ähnlich riechende Substanzen in allen drei Phasen des Duftablaufes wirken uns somit einen harmonischen, kontinuierlichen Verlauf ergeben. Beim schnellen Ausprobieren nimmt man praktisch nur den "Angeruch“ der Kopfnote wahr.
Kann ein Parfum die Stimmung beeinflussen?
Ja, sehr. Düfte greifen unmittelbar in die seelische Wetterlage ein. Wenn die Stimmung fad oder muffig, das Betriebsklima oder die häusliche Atmosphäre drückend ist, kann der anregende Duft eines Parfums überraschend schnell die Stimmung aufhellen. Angenehmer Duft regt gleichzeitig an und beruhigt, macht heiter, entkrampft und vitalisiert.
Sind natürliche Duftstoffe besser als künstliche?
Nein. Der Parfümeur unterscheidet zwischen natürlichen und synthetischen bzw. halbsynthetischen Duft- und Riechstoffen. Natürliche Duftstoffe werden auf verschiedene Weise (beispielsweise durch Destillation) aus pflanzlichen Rohstoffen (Blüten, Blättern, Rinde, Holz, Wurzeln usw.). Halbsynthetische Riechstoffe sind aus natürlichen Stoffen isolierte und evtl. weiterverarbeitete Produkte. Synthetische Riechstoffe haben ihren Ursprung ganz im Bereich der Chemie. All diese Stoffe werden in einer Komposition neben- und miteinander verwendet; dem Parfümeur sind sie gleich wertvoll. Es gibt ausgesprochen preiswerte ätherische Öle und sehr teure synthetische Duftbausteine – und umgekehrt.
Was ist ein gutes Parfum?

Ein Parfum ist immer gut, wenn die Frau, die es benutzt, sich in seiner Duftatmosphäre wohl fühlt und es von ihren Mitmenschen akzeptiert wird. Der Rest ist eine Frage der persönlichen Vorliebe. Allerdings gibt es objektive Kriterien für die Qualität eines Parfums: Es muss in seinem Duftablauf harmonisch sein, d. h. sich über den Geruchsauftakt der Kopfnote über die Herznote bis zur Basis so entfalten, dass es nicht stufenweise auseinander fällt. Von einem guten Parfum darf man außerdem Haftfestigkeit, also Haltbarkeit im Duftablauf, erwarten. Die Kunst der Komposition besteht unter anderem darin, Duftverzögerer, die so genannten Fixateure, so einzubauen, dass die schwerflüchtigen, länger haftenden Bestandteil die leichteren festhalten. Dabei handelt es sich um natürliche Duftstoffe wie Harze und Balsame oder um großmolekülige synthetische Riechstoffe. Ein gutes Parfum muss zudem technisch in Ordnung, d. h. gut abgelagert, sorgfältig gereinigt und dermatologisch unbedenklich sein.
Wie stellt man fest, dass ein Parfum nicht mehr in Ordnung ist?
Ein Parfum ist nicht mehr in Ordnung, wenn es sich stark verfärbt hat und dickflüssiger geworden ist, außerdem, wenn es am Verschluss verharzt ist und beim Öffnen einen harzigen, sauren Geruch verströmt.
Kann man selbst ein Parfum mischen?
Nein. Jedes Parfum ist eine sehr komplexe Komposition aus vielen verschiedenen, aufeinander abgestimmten Inhaltstoffen, von denen einige nur in Spuren verwendet werden. Dem Laien ist es gar nicht möglich, sich diese Stoffe zu beschaffen. Das "persönliche Parfum zum Selber mischen“, wie es gelegentlich angeboten wird, besteht in der Regel aus bereits fertigen Kompositionen, die dann je nach Wahl noch einmal gemischt werden. Was dabei herauskommt, kann durchaus zufrieden stellen, es wird sich aber eher um einen Verkaufsgag als um ein gutes Parfum handeln.
Wie viel ccm (ml) sind eine Unze?
1 Unze sind nicht ganz 30 ccm (ml) oder genau 29,5729 ccm, die britische Unze beträgt 28,413 ccm (ml).