Kreuzfahrer und Entdecker brachten neue Rohstoffe und Essenzen für die Parfumherstellung aus Asien und Übersee: Vanille und Kardamom gehörten zu den Substanzen, die die Parfumherstellung entscheidend beeinflussten.
Paris wurde zum Zentrum des Parfums, der Sonnenkönig Ludwig XIV. machte geradezu verschwenderischen Gebrauch von Düften. Kein Wunder, denn Waschen wurde für äußerst gefährlich gehalten – die "Dreckschicht“ galt als gesund und sollte vor Krankheitserregern schützen. Der letzte Schrei bei Hofe:
parfümierte Handschuhe!
Italien wird ebenfalls zu einem Zentrum des Parfums: Venedig als bedeutende Seehandelsstadt war ein zentraler Umschlagplatz für die Rohstoffe der Parfumherstellung.
1709 erfindet Giovanni Maria Farina in Köln sein berühmtes "Eau de Cologne“. Das hochprozentige Wässerchen galt als Allheilmittel gegen eine Vielzahl von Beschwerden. Als erster deutscher Parfumhersteller gilt Wilhelm Mülhens, der 4711 sein Echt Kölnisch Wasser erfindet, das weltweit Furore macht und Abnehmer findet.