Im frühen Mittelalter wurden Parfums ausschließlich zu religiösen Zwecken eingesetzt. Duftende Essenzen am Körper wurden als gottlos betrachtet.
Durch die Kreuzzüge gelangten viele noch unbekannte Duftstoffe und Essenzen aus dem Orient nach Europa und die Einstellung zum Parfum änderte sich: Es wurde auch für das körperliche Wohlbefinden eingesetzt. Anders als heute parfümierten die Leute nicht ihre Haut, sondern trugen die duftenden Essenzen in speziellen Parfumkugeln um den Hals.
König Philipp August von Frankreich rief den Beruf des Parfumeurs ins Leben: Mit seinem Erlass von 1190 gründete er die Gilde der Parfummeister.
Zu Zeiten der großen Pest im 14. Jahrhundert wurde bestimmten Düften eine Schutzwirkung zugeschrieben: So parfümierten sich die Leute, die es sich leisten konnten, exzessiv mit Zibet und Moschus.